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Putin: "Timoschenko hat doch gar nichts unterschrieben"

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Putin: "Timoschenko hat doch gar nichts unterschrieben"

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Stirnrunzeln rief das Urteil gegen Julia Timoschenko in Russland hervor – man fasst es als Kritik an Verträgen zwischen der Ukraine und Russland auf. Mehrfach hatte Moskau darauf hingewiesen, die angegriffenen Gasverträge seien in Einklang mit den Gesetzen der beiden Länder abgefasst worden.

Wladimir Putin, russischer Ministerpräsident:

“Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, wofür sie ihr diese sieben Jahre gegeben haben”, so Putin nach einem Wortspiel mit der Zahl Sieben, “Timoschenko hat ja selbst gar nichts unterschrieben, da geht es schon mal los. Das waren die beteiligten Unternehmen – Gazprom und sein ukrainischer Partner.”

Putin muss es wissen, er hat die Gasverträge 2009 mit Timoschenko selbst ausgehandelt. Sie beendeten einen harten Gasstreit, der die Versorgung in ganz Europa in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend, meint Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments:

“Ich hoffe, Julia Timoschenko muss das nicht absitzen. Wenn eine Berufung möglich ist, sollte das Urteil überdacht werden. Das ist meine wichtigste Botschaft an Präsident Janukowitsch”.

mit afp, Reuters