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Syrien bedroht auch Regimegegner im Ausland

Syrien bedroht auch Regimegegner im Ausland
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Syrien geht nicht nur im Land selbst mit Gewalt gegen Oppositionelle vor, sondern bedroht offenbar auch im Ausland lebende Regimegegner. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bestätigte entsprechende Berichte. Zwei in Belgien lebende Aktivisten äußerten sich gegenüber Euronews: “Vor der Botschaft Syriens befindet sich eine Kamera, die uns aufnimmt. Nur einen Tag nachdem wir friedlich vor der Botschaft demonstrierten, wurden sowohl wir als auch unsere Angehörigen in Syrien bedroht.” Aus Angst vor weiteren Verfolgungen baten uns unsere Zeugen, ihre Gesichter nicht zu filmen. “Hier ist eine zweite Kamera”, berichtet unser zweiter Zeuge. “Wir sind syrische Bürger und die Botschaft ist im Besitz unserer persönlichen Daten. Wie wäre es sonst zu erklären, dass wir einen Tag nach unserer Demo bedroht wurden?” Von anonymen telefonischen Warnungen, auf Demonstrationen zu verzichten, und von Attacken auf offener Straße berichten auch Opppositionelle, die in Großbritannien, Frankreich, Schweden, den USA oder in Kanada leben. Der Botschafter Syriens in Brüssel, Ayman Soussan, dementiert: “Ich versichere Ihnen, dass solche Vorwürfe jeder Grundlage entbehren. Dahinter steht die Absicht, den Ruf der syrischen Botschaften im Ausland zu schädigen, deren Aufgabe es ist, die Interessen der im Ausland lebenden syrischen Bürger zu vertreten.” Der Leiter von Amnesty International in Belgien, Philippe Hensmans, sagt: “Die Vorwürfe der hier lebenden Aktivisten über Bedrohung und Gewaltanwendung müssen von der Polizei untersucht und Schuldige müssen bestraft werden. Genießen sie diplomatische Immunität, sollten sie ausgewiesen werden.” Die Botschaft Syriens in Belgien war nicht bereit, Vertreter von Amnesty International zu empfangen und mit ihnen zu sprechen.

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