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Mehr Arbeitslose und Arme in Großbritannien

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Mehr Arbeitslose und Arme in Großbritannien

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Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist auf den höchsten Stand seit 1994 gestiegen. Nach amtlichen Angaben waren im August 2,57 Millionen Menschen ohne Beschäftigung.

Premierminister David Cameron räumte im Unterhaus ein, die Regierung müsse mehr tun, um die Wirtschaft anzukurbeln Die Sparpläne sollten aber nicht angetastet werden sollen. Ansonsten drohten dem Königreich Zinsen wie in Italien oder Griechenland.

Die Arbeitslosenquote kletterte auf 8,1 Prozent, das war der höchste Stand seit 15 Jahren. Mit mehr als 21 Prozent ist die Jugendarbeitslosigkeit besonders bedrückend. In einer Studie warnten Experten zudem vor einem Anstieg der Armut.

Mehr als zwei Millionen Erwachsene in Großbritannien lebten inzwischen unterhalb der Armutsgrenze. Dazu kommt noch einmal die gleiche Zahl an Kindern.

Die Regierung verspricht weit reichende positive Effekte durch die eingeleiteten Reformen. Doch die Betroffenen haben kaum Hoffnung. “Ich fühle mich wie auf einem sinkenden Schiff, und es gibt keinen Retter”, sagt die alleinerziehende Mutter Barbara Allen. “Ich hoffe nur, daß mein Sohn, der seit zwei Jahren arbeitslos ist, endlich einen Job findet.”

Der Londoner Think tank IFS warnt besonders vor einer Zunahme der Armut bei Kindern. Im vergangenen Jahr hätten 17 Prozent aller Kinder im Königreich unter der Armutsgrenze gelebt, im nächsten Jahr würden es bereits 22 Prozent sein.

Im Lichte der sozialen Unruhen im Sommer verheißen diese Zahlen nichts Gutes.