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Globaler Protest der Kapitalismuskritiker

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Globaler Protest der Kapitalismuskritiker

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Nach dem Vorbild der Wall-Street-Besetzer gehen heute Kapitalismuskritiker weltweit auf die Straßen. In Tokio schlossen sich Atomkraftgegner den rund 200 Demonstranten an. In Manila richtete sich der Protest auch gegen den US-Imperialismus.

In Taipeh, versammelten sich mehrere hundert Menschen vor dem Wolkenkratzer Taipeh 101, dem Aushängeschild des Finanzviertels der taiwanesischen Hauptstadt. “Ich muß täglich 12 bis 16 Stunden arbeiten. Auch wenn es sich gut anhört zu Hause zu arbeiten, arbeite ich vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Dennoch habe ich kein gutes Leben. Ich kann keine Familie ernähren”, klagt der 32-jährige Wu Ming-Hsuan.

Eine der größten Protestaktion fand in Sydney statt. Dort demonstrierten 2000 Menschen vor dem Sitz der australischen Notenbank, darunter auch zahlreiche Ureinwohner Australiens.

“Wir sind nicht hier, um einfach einen Regierungswechsel zu fordern, wir verlangen einen Systemwechsel, der ganzen Art, wie das Geld unser aller politisches Leben beherrscht”, erläutert Organisator Josh Lees.

Auch in Seoul und der größten neuseeländischen Stadt, Auckland gingen die Kapitalismuskritiker gegen die Macht der Börsen und die “gesellschaftliche Gier” auf die Straße.