Eilmeldung

Eilmeldung

Kapitalismuskritik in Europa angekommen

Sie lesen gerade:

Kapitalismuskritik in Europa angekommen

Kapitalismuskritik in Europa angekommen
Schriftgrösse Aa Aa

In ganz Europa haben sich Demonstranten am Aktionstag gegen die Finanzmärkte beteiligt.

In Brüssel protestierten etwa 6000 Kapitalismuskritiker. Die Demonstranten zogen durch Belgiens Hauptstadt an der Börse, der amerikanischen Botschaft und der Europäischen Kommission vorbei. Unter den Teilnehmern waren auch Aktivisten der spanischen “Indignados” – zu Deutsch: die Empörten -, die zu Fuß von Madrid nach Brüssel gekommen waren.

In der spanischen Hauptstadt setzten die “Empörten” genau fünf Monate nach ihren Aufsehen erregenden Demonstrationen gegen die Wirtschaftskrise ihre Proteste fort. Zehntausende Menschen demonstrierten im Zentrum Madrids gegen den Machtmissbrauch der Banken. “Ich denke, das ist eine klare Warnung an die Regierung. Die Leute sind sehr unzufrieden mit der derzeitigen Situation”, meint ein Demonstrant, ein anderer räumt ein: “Ich persönlich habe keine finanziellen Probleme, ich habe einen festen Job. Aber ich finde wir sollten diejenigen unterstützen, die betroffen sind.”

In Portugal gingen ebenfalls Zigtausende auf die Straßen. Hunderte Demonstranten durchbrachen in der Hauptstadt Lissabon einen Polizeigürtel um das Parlament und erstürmten die Haupttreppe des Gebäudes. Erst am Freitag hatte die Regierung des von Schulden gedrückten Landes neue drastische Sparmaßnahmen beschlossen und damit eine Welle der Empörung in Europas ärmsten Land ausgelöst.