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Proteste gegen türkischen Luftschlag

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Proteste gegen türkischen Luftschlag

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In Istanbul, in Diyarbakir und Hakkari im Südosten der Türkei an der Grenze zum Irak sind die Menschen aus Protest gegen den tödlichen Luftangriff auf die Straße gegangen.

Die Region, die Ziel des Luftschlages war, ist ein Brennpunkt im Konflikt zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Untergrundorganisation PKK. Deren Kämpfer sind in den vergangenen Jahren immer wieder aus dem Nordirak in die Türkei eingedrungen.

Der Vorsitzende der Kurdenpartei BDP, Selahattin Demirtas, sprach von einem “Massaker”. Unter den Opfern seien Kinder gewesen, sagte er. Die Regierung habe gewusst, dass die Menschen in der Region vom Schmuggel lebten.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft sie für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei.

Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. In dem Konflikt verloren etwa 45 000 Menschen ihr Leben.