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Todesurteil überschattet Krise zwischen USA und Iran

Todesurteil überschattet Krise zwischen USA und Iran
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Wegen Spionage ist im Iran ein amerikanischer Soldat zum Tode verurteilt worden. Für den Richter war es erwiesen, dass Amir Mirzai Hekmati mit einer feindlichen Nation kooperiert sowie Anschläge im Iran vorbereitet habe und CIA-Mitarbeiter sei. Das Gericht beruft sich auf ein umstrittenes Geständnis, das im Dezember im iranischen Fernsehen ausgestraht wurde – unter welchen Bedingungen es entstanden war, blieb unklar.

Nach Angaben seiner Familie wollte Hekmati lediglich Verwandte im Iran besuchen – der 28-Jährige hat sowohl die iranische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Hekmati arbeitete als Übersetzer für das US-Militär.

Washington appellierte an Teheran, den Verurteilten umgehend frei zu lassen. Hekmati habe nicht für den Geheimdienst gearbeitet.

Das Urteil wird wohl die ohnehin angespannnten Beziehungen zwischen dem Iran und den USA weiter belasten. Zuvor hatten iranische Politiker und Militärs mit einer Sperrung der Straße von Hormus gedroht, sollten neue Sanktionen gegen das Land verhängt werden – ein wichtiger Durchgang für den Öltransport.

Gleichzeitig führten iranische Streitkräfte ein groß angelegtes Manöver in dem Seegebiet durch.

In der Straße von Hormus sind mehr als 20 amerikanische Kriegsschiffe mit 16.000 US-Soldaten stationiert.