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Wüstenreise wird zum Höllentrip

Wüstenreise wird zum Höllentrip
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Für eine Gruppe Äthiopien-Touristen wurde ihr Wüstentrip zum Albtraum. Fünf ihrer Mitreisenden haben den Überfall bewaffneter Männer nicht überlebt, unter den Toten sind zwei Deutsche und ein Österreicher. Zwei weitere Deutsche sind in den Händen der Kidnapper.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sprach nicht von einer Entführung. Allerdings sagte er, “dass das Schicksal von weiteren Deutschen, die zu der Reisegruppe gehörten, noch ungeklärt” sei.

Der Dresdner Reiseveranstalter Diamir sagte nach

dem Überfall alle Reisen in die betroffene Region ab.

Das Bundeskriminalamt (BKA) schickte mehrere Mitarbeiter nach Äthiopien.

Zu der Attacke kam es in der Nacht zum Dienstag unweit der eritreischen Grenze, einem der heißesten

Orte der Erde. In dem Gebiet kommt es seit Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Touristen.

Die Region gilt als “Wiege der Menschheit”, seit hier in den 1970er Jahren Knochen eines über drei Millionen Jahre alten Hominiden entdeckt

wurden.

Bereits 2007 waren in dem Gebiet fünf Europäer – vier Briten und eine Französin – entführt und nach knapp zwei Wochen unbeschadet gegen Lösegeld wieder freigelassen worden.