Eilmeldung

Murdoch-Konzern muss Abhöropfern hohe Entschädigungen zahlen

Murdoch-Konzern muss Abhöropfern hohe Entschädigungen zahlen
Schriftgrösse Aa Aa

Prominente Opfer des Abhörskandals um den britischen Murdoch-Medienkonzern News International: Sie wurden von Journalisten der Zeitung “News of the World” bespitzelt, die auf skandalträchtige Geschichten hofften. Nun hat sich der Medienkonzern mit den Abhöropfern auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Schaupieler Jude Law wurden 156.000 Euro zugesprochen, seine Ex-Frau, die Schauspielerin und Designerin Sadie Frost, erhält 60.000 Euro. Auch das Telefon des früheren stellvertretenden Premierminister John Prescott war angezapft worden, Prescott stimmte einer Zahlung von knapp 50.000 Euro zu.

Unklar blieb, welche Summe dem englischen Fußball-Nationalspieler Ashley Cole zugesprochen wurde. Insgesamt 36 Abhöropfer muss News International entschädigen, auch den ehemaligen Minister Chris Bryant, der 35.000 Euro erhält. “News International hat Jahr um Jahr gelogen”, meinte Bryant nach Verlassen des Londoner High Court, “und beginnt erst jetzt, ein Stück der Wahrheit preiszugeben. Aber nach ihren Eingeständnissen vor Gericht ist für mich klar, dass noch mehr Leute dafür ins Gefängnis gehen werden.”

Jahrelang hatte News International behauptet, für die Abhöraktionen sei ein einzelner Journalist verantwortlich. Erst vergangenes Jahr gab man zu, dass die Praxis weit verbreitet war. Im Zuge des Skandals wurde “News of the World” im Juli eingestellt.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.