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Islands Ex-Regierungschef vor Gericht

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In Reykjavik hat der Prozess gegen den früheren isländischen Ministerpräsidenten Geir Haarde begonnen. Ihm wird eine Mitverantwortung am Kollaps des isländischen Bankensystems vorgeworfen. Er habe es versäumt, beim Banken-Crash einzugreifen. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 60-Jährigen zwei Jahre Haft.

Ein Händler unterstrich: “Sie haben sich viel geliehen. Die Isländer nutzten das, um zu hebeln. Sie legten viel im Ausland an. Diese Anlagen verloren drastisch an Wert. Somit konnten die Isländer ihre Schulden nicht mehr abzahlen, sie waren also insolvent und bankrott.”

Viele der rund 320.000 Einwohner verloren ihre Ersparnisse und einige auch ihre Arbeitsplätze. Während der Finanzkrise 2008 sammelten Islands Banken Schätzungen zufolge Schulden an, die dem zehnfachen Wert des Bruttoinlandsprodukts der Insel entsprachen.

Die isländische Krone verlor enorm an Wert. Die Staatspleite konnte nur mit Hilfe von Milliardenspritzen von anderen skandinavischen Banken und dem Internationalen Währungsfonds verhindert werden. Nach wochenlangen Protesten trat Haardes Regierung Anfang 2009 zurück.

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