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Tabakkonzerne auf der Anklagebank

Tabakkonzerne auf der Anklagebank
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Es ist eine der weltweit größten Sammelklagen gegen die Tabakindustrie: Etwa zwei Millionen Menschen in Kanada haben von drei Konzernen Entschädigungen von mehr als 20 Milliarden Euro gefordert.

Prozessauftakt der beiden Verfahren war an diesem Montag in Montreal. Der Anwalt der Kläger warf den Tabakunternehmen vor, wissentlich schädigende Produkte auf den Markt zu bringen. Gesundheitsrisiken seien verschleiert oder banalisiert worden.

Mario Bujold vom Rat für Tabak und Gesundheit in Québec erklärte: Seine Mandanten seien krank, sie forderten Gerechtigkeit.

Während das Marketing der Unternehmen ins Kreuzfeuer geriet, argumentierte die Verteidigung: Die Gesundheitsrisiken von Zigaretten seien weitläufig bekannt. Die Anwältin von Imperial Tobacco Deborah Glendinning forderte, “aus vielen Gründen treffen Menschen die Wahl, zu rauchen, dafür müssen sie selbst die Verantwortung tragen.”

Der Beginn des Prozesses hatte sich 13 Jahre lang hingezogen. Im ersten Verfahren klagen 90.000 Krebskranke aus der Provinz Québec, im zweiten fordern 1,8 Millionen Raucher Schadenersatz.

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