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Ein Nachfolger für Sarkozy: Wie funktioniert die Wahl?

Ein Nachfolger für Sarkozy: Wie funktioniert die Wahl?
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In Frankreich wird der Präsident vom Volk gewählt. Wählen dürfen alle französischen Bürger, die mindestens 18 Jahre alt sind. Es gibt keine Wahlpflicht. Um wählen zu dürfen, ist die französische Staatsangehörigkeit nötig, und der Bürger – der seine Rechte nicht durch ein Gericht aberkannt bekommen hat – muss sich in seiner Gemeinde auf die Wählerliste eintragen lassen. Wer auf der Wählerliste steht, kann am Wahltag wählen gehen oder sich von einer Person seines Vertrauens aus seiner Gemeinde vertreten lassen. In Frankreich gibt es keine Briefwahl.

• Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen findet am Sonntag, den 22. April 2012, statt.
• Die zweite Runde – die Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten – ist am 6. Mai 2012.
• In den französischen Überseegebieten Martinique, Guyana und Guadeloupe sozwie auf den Inseln Saint-Martin, Saint-Barthélemy, Saint-Pierre-et-Miquelon und Französich-Polynesien finden die beiden Wahlgänge wegen der Zeitverschiebung jeweils am Samstag vor dem Wahlsonntag statt.

Seit der Verfassungsänderung von 1962 wird der Präsident der französischen Republik vom Volk direkt gewählt. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre. Der Präsident kann einmal für weitere fünf Jahre wiedergewählt werden.

Wenn im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erzielt, findet ein zweiter Wahlgang zwei Wochen später statt. Der zweite Wahlgang ist eine Stichwahl zwischen den beiden bestplazierten Kandidaten der ersten Runde.

Welche Bedingungen muss ein Bewerber um das Präsidentenamt in Frankreich erfüllen?

• Zunächst muss der Kandidat alle an einen französischen Wähler gestellten Bedingungen erfüllen (siehe oben).
• Jeder Kandidat muss 500 Unterschriften von gewählten Volksvertretern aus mindestens 30 verschiedenen Departements vorweisen. Durch diese Regelungen sollen allzuviele Bewerber und sogenannte “Fantansie”-Kandidaten verhindert werden. Einige Kandidaten haben diese Regel in Frage gestellt – vor allem dass die Namensliste der Unterstützer bekannt gemacht wird.
• Jeder Kandidat muss in einer Ehrenerklärung seine finanzielle Situation darlegen.

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