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Sarkozy mit Rückenwind

Sarkozy mit Rückenwind
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Nicolas Sarkozy hatte keinen leichten Start in den Wahlkampf, aber nun hat er es trotzdem in die zweite Runde geschafft. Am vergangenen Wochenende hatte er nochmal die Werbetrommel gerührt: “Ergreifen Sie das Wort, sagen Sie, was Sie auf dem Herzen haben und was Sie für unser Land wollen, sagen Sie es laut und jetzt. Haben Sie keine Angst.”

Sarkozy hatte sich bis Mitte Februar Zeit gelassen, um seine erneute Kandidatur bekanntzugeben. Seine Konkurrenten waren da schon seit einigen Wochen mitten im Wahlkampf. Sarkozy stand vor einem großen Problem: seine Popularität war auf dem niedrigsten Stand eines scheidenden Präsidenten in der Geschichte der Republik.

2007 erreicht Sarkozy den Höhepunkt seiner Karriere. Im zweiten Wahlgang wird er mit 53 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten Frankreichs gewählt. Er wird vom Enthusiasmus seiner Wähler getragen.

Doch zunächst macht er vorwiegend mit seinem Privatleben Schlagzeilen. Eine Scheidung, dann eine neue Hochzeit mit der bekannten Sängerin Carla Bruni. Eine andere Frau prägt seine Amtszeit ebenfalls: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Das Duo versucht Europa aus der weltweiten Wirtschaftskrise zu führen, während im eigenen Land die Arbeitslosigkeit steigt. Sie ist so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Sparmaßnahmen werden gleichzeitig verstärkt.

Es wird schwierig für Sarkozy die enttäuschte Wählerschaft für sich zurückzugewinnen. Er kann sich nicht mehr wie noch 2007 als “Präsident aller Franzosen” präsentieren. Aber der konservative Politiker mobilisiert all sein Kraft. Bei dem großen Treffen von Villepinte im März lässt er sich von 50.000 Anhängern feiern.

Der Wahlkampf änderte sich schlagartig mit dem Attentat von Toulouse. Die Kampagne wird für einige Tage unterbrochen, anschließend verspricht Sarkozy drastische Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus. In den Umfragen überholt er erstmals seinen schärfsten Konkurrenten Hollande.

Alle Augen richten sich nun auf den 6. Mai. Im
Fall der Wiederwahl wäre er ein anderer Präsident, versprach Sarkozy jüngst.

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