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Urteil gegen Israels Ex-Regierungschef Ehud Olmert

Urteil gegen Israels Ex-Regierungschef Ehud Olmert
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Wegen Untreue hat ein Gericht in Jerusalem den früheren israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert schuldig gesprochen. Die drei Richter sahen es als erwiesen an, dass er früher als Handelsminister (von 2003 bis 2005) einem Vertrauten illegal Aufträge verschafft habe. Dafür drohen ihm jetzt bis zu drei Jahre Haft.

In zwei weiteren Anklagepunkten wurde er von Korruptionsvorwürfen freigesprochen – für Olmert ein
kleiner Sieg. Es habe keine Korruption gegeben, keine Geldflüsse, kein Bargeld in Umschlägen, sagt er; nichts von allem, was man ihm habe anhängen wollen Das Gericht habe aber festgestellt, dass er bei einem Bauvorhaben Vertrauen missbraucht habe.
Er wolle daraus die nötigen Schlüsse ziehen.

Keine stichhaltigen Belege fand das Gericht offenbar
für Vorwürfe, Olmert habe Reisespesen doppelt abgerechnet und illegal große Geldbeträge von einem amerikanischen Geschäftsmann
angenommen.

Olmert hatte die Vorwürfe stets bestritten. Sie führten aber 2008 zum Sturz seiner Regierung.

Olmert ist der erste ehemalige Regierungschef Israels, der verurteilt wurde. Seit November 2011 sitzt aber schon der ehemalige Staatschef Moshe Katzav sieben Jahre Gefängnis ab – wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung.