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Steuer belastet spanischen Konsum

Steuer belastet spanischen Konsum
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Seit Samstag gilt in Spanien der neue um drei Punkte auf 21 Prozent erhöhten Mehrwertsteuersatz.

Im Kampf gegen die dramatische Haushaltslage hatte der spanische Ministerpräsident Rajoy dem schuldengeplagten Land ein umfassendes Spar- und Reformprogramm verordnet, das dem Staat 65 Milliarden Euro einbringen soll. Ein zentraler Punkt darin ist die Anhebung der Mehrwertsteuer.

Eine Frau klagt beim Einkauf:“Das ist schrecklich! Einfach furchtbar! Jetzt werden die Preise noch mehr in die Höhe schiessen. Sie nehmen es von uns, es trifft jeden. Es ist eine Schande!”

Im Wahlkampf hatte Rajoy noch zugesagt, die Mehrwertsteuer nicht anzufassen. Angesichts der Haushaltslage blieb ihm dann aber nichts anderes mehr übrig. Experten befürchteten nun, dass die Erhöhung den Konsum abwürgen könnte, weil Waren teurer werden.

Die spanischen Autobauer hingegen profitierten im August von der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung, zogen doch viele Konsumenten dadurch den Kauf eines neuen Autos vor.

Um die problematische spanische Haushaltslage und die schwierige Refinanzierung an den Anleihemärkten wird es auch am Donnerstag gehen, wenn Rajoy in Madrid mit Bundeskanzlerin Merkel zusammentreffen wird.

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