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Eurozone rutscht in die Rezession

Eurozone rutscht in die Rezession
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Deutschland wird nach Einschätzung der OECD im
zweiten Halbjahr in eine leichte Rezession abrutschen.

Für das dritte Quartal prognostizierten die Volkswirte der internationalen Wirtschaftsorganisation einen Rückgang des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,1 Prozent, für das Schlussquartal sogar ein Minus von 0,2 Prozent.

Der OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan:“Die gesamte Eurozone wird in die Rezession abrutschen,- vielleicht wird sich die Eurokrise, was ernster wäre, sogar auf die wirtschaftliche Entwicklung der USA auswirken. Fast alle wichtigen Volkswirtschaften zeigen sich also deutlich schwächer als noch vor Monaten.”

Auch das Konsumklima trübe sich ein, so die OECD. Für das Gesamtjahr erwartet die Organisation in Deutschland nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent. Im Frühjahr hatte die Prognose für
Deutschland noch bei 1,2 Prozent gelegen.

Um die hohen Refinanzierungskosten der Euro-Krisenstaaten zu senken, schlug die OECD erneut Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) auf Anleihemärkten vor. Die Konsolidierung der
Staatshaushalte müsse aber wie geplant vorangetrieben werden – auch wenn dies in der aktuellen Situation negative Folgen für das Wachstum habe könne. Die Finanzmärkte lassen nach Einschätzung der OECD kaum Bewegungsfreiheit. Grundsätzlich wiesen Experten darauf hin, dass der aktuelle Zwischenausblick nur als “ein Schnappschuss” zu verstehen sei.