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Retter gesucht: Sardische Arbeiter demonstrieren in Rom

Retter gesucht: Sardische Arbeiter demonstrieren in Rom
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In Rom haben hunderte Arbeiter aus Sardinien gegen den Abbau ihrer Stellen demonstriert. Der amerikanische Aluminium-Konzern Alcoa hatte Produktionsstopps in drei europäischen Fabriken mit 1500 Beschäftigten angekündigt. Für das sardische Werk Portosverme muss bis November ein Käufer gefunden werden, so der Betreiber. Dort geht es um 500 Arbeitsplätze. Die betroffene Region im Südwesten Sardiniens zählt zu den ärmsten Gebieten Italiens.

“Wir warten jetzt darauf, dass die Regierung den Betrieb doch nicht schließt. Angeblich liegen Angebote auf dem Tisch und wir wollen wissen, welche das sind”, so die Gewerkschafterin Daniela Piras. “Wir wollen doch nur arbeiten und keine Abfindungen”, klagt Giancarlo, einer der sardischen Arbeiter. Und weiter: “Ohne Arbeit ist das Leben für uns und unsere Familien ohne Würde.”

Sollte die Regierung keinen Rettungsplan vorlegen, wird die Fabrik am 31. Dezember geschlossen. Die Produktionsbedingungen hatten sich in den letzten Jahren als unrentabel erwiesen. Zuletzt hatte der in der Schweiz ansässige multinationale Konzern Glencore Interesse bekundet, bisher aber kein konkretes Angebot vorgelegt.