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Eineinhalb Jahre nach Fukushima: Japan leitet Atomausstieg ein

Eineinhalb Jahre nach Fukushima: Japan leitet Atomausstieg ein
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Eine Trendwende in Japans Atompolitik: Das Land will in den 2030er Jahren alle Kernkraftwerke abgeschaltet haben. Damit sollen die noch bestehenden AKW nach 40 Jahren Laufzeit endgültig heruntergefahren werden, neue werden demnach nicht hinzukommen.

Darauf einigte sich die Regierung auf einem Ministertreffen in Tokio eineinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima.

Bis zum Ausstieg will Japan bereits abgeschaltete Reaktoren wieder hochfahren, nachdem sie einem Sicherheitstest unterzogen wurden.

Würde Japan die Kernenergie sofort stoppen, müsste es fast 31 Milliarden Euro in zusätzliche Importe von Gas, Öl und Kohle stecken. Schlechte Aussichten für den bereits angeschlagenen Haushalt.

Vor Fukushima machte der Anteil des Atomstroms im japanischen Energiemix etwa 30 Prozent aus.

Doch ob der Atomausstieg nun tatsächlich eingeleitet ist, bleibt offen. Die amtierende Regierung steckt im Umfragentief und könnte abgewählt werden. Ob ein neuer Regierungschef denselben atomkritischen Kurs verfolgt, bleibt angesichts Japans starker Atomlobby unklar.

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