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Türkei: 20 Jahre Haft für Hauptangeklagte im "Vorschlaghammer"-Prozess

Türkei: 20 Jahre Haft für Hauptangeklagte im "Vorschlaghammer"-Prozess
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Die Urteile im “Vorschlaghammer”-Prozess haben in der Türkei unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Es ist das erste Mal in der türkischen Geschichte, dass ein ziviles Gericht Mitglieder des Militärs verurteilt hat.

Wegen eines geplanten Komplotts gegen die Regierung muss der mutmaßliche Kopf der Verschwörer, Ex-General-Cetin Dogan, für 20 Jahre ins Gefängnis. Die gleiche Strafe erwartet den ehemaligen Marine-Admiral Özden Örnek und Ibrahim Firtina, einen früheren Luftwaffen-General. 34 weitere Offiziere wurden freigesprochen.

Unser Istanbul-Korrespondent, Bora Bayraktar, beurteilt den Ausgang des Prozesses so:

“Der Schuldspruch gegen die Kommandeure, die einen Militärputsch geplant hatten, wird als großer Schritt für die demokratischen Bemühungen der Türkei angesehen. Einige sprechen jedoch von einem politischen Urteil und beklagen, dass der Anspruch der Angeklagten auf Verteidigung missachtet wurde. Der Prozess ist vorbei, die Diskussionen werden aber wohl noch anhalten.”

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