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60 Milliarden Euro für Spaniens Banken

60 Milliarden Euro für Spaniens Banken
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Die maroden spanischen Banken benötigen zu ihrer Sanierung staatliche Hilfen von bis zu 60 Milliarden Euro.

Dies ergab ein Stresstest, der im Auftrag der Madrider Regierung und der Zentralbank erfolgte. Das Ergebnis unterscheidet sich damit nicht wesentlich von einer ersten Schätzung im Juni.

Der Vize-Präsident der Banco d`Espagna erklärte:
“Der jetzt herausgekommene Kapitalbedarf läuft auf ungefähr die schon im Juni geschätze Summe hinaus. Damit liegt der Gesamtbetrag wesentlich unter der durch die Europäische Union zugesagten Summe.”

Von der Eurogruppe in Brüssel war Spanien bereits insgesamt bis zu 100 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung der angeschlagenen Banken unter der Bedingung versprochen worden, dass der Sektor reformiert wird.

An europäischer Hilfe sollen aber erst einmal nur 40 Milliarden Euro in Anspruch genommen werden, so die spanische Regierung.

Die drei größten spanischen Geldhäuser Santander, BBVA und La Caixa benötigen keine Hilfen, ergab
der Stresstest.

Die im Jahr 2008 geplatzte Immobilienblase hatte mehrere spanische Banken in Bedrängnis gebracht. Kredite konnten nicht mehr bedient werden. Banken blieben auf einem Berg von wertlos gewordenen
Grundstücken und halbfertigen Gebäuden sitzen.

Der selbst von Schulden geplagte Staat konnte die Milliardensummen für die Bankensanierung nicht aufbringen und musste die Euro-Partner um Hilfe bitten. Um diese zu bekommen, hatte die Regierung entscheidende Schritte beschlossen, um seine Banken zu sanieren.

Herzstück der Finanzreform ist die Gründung einer Auffangbank im November. In dieser Art “Bad Bank” sollen notleidende Immobilienkredite der Banken in Milliardenhöhe gesammelt werden.

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