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Urteilsverkündung im Berufungsverfahren gegen Pussy Riot

Urteilsverkündung im Berufungsverfahren gegen Pussy Riot
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Das Moskauer Stadtgericht wird heute sein Urteil im Berufungsverfahren gegen die Punkband Pussy Riot fällen. Die Musikerinnen waren nach einer Protestaktion gegen Staatspräsident Wladimir Putin in der Moskauer Erlöserkathedrale zu jeweils zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Die Vorinstanz hatte sie des „Rowdytums aus religiösem Hass“ für schuldig befunden. Von Bürgerrechtlern wurde das Urteil als „politisch motiviert“ kritisiert.

“Ich war geschockt. Ich verlange gar nichts. Ich bin hier, um meinen Schock zu zeigen. Das ganze Land bewegt sich auf ein obskures, klerikales Loch zu, in dem wir die Lügen nicht mehr erkennen können. Ich bin nicht gläubig, aber ich weiß, dass diese Menschen, die Propheten zur Wahrheit hielten. Ich fühle ihre Seelen. Aber der Heilige Synod ist voller Lügen. Sie wollen nur Geld und Macht”, sagt Pussy Riot Unterstützer Grigori Saksanowow, der vor dem abgesperrten Gerichtsgebäude mit einem selbst gefertigten Plakat protestiert.

Die Punkband hatte im Februar den Hochaltar der Moskauer Erlöserkathedrale gestürmt und dort ein “Punkgebet aufgeführt”. Das von Obszönitäten durchsetzte “Punkgebet” bat die Jungfrau Maria, Russland von Putin “zu befreien”.