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Prozess um "Prestige"-Tankerunglück eröffnet

Prozess um "Prestige"-Tankerunglück eröffnet
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Knapp zehn Jahre nach dem Untergang des Öltankers “Prestige” hat der Prozess um die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Spaniens begonnen.

Angeklagt sind der griechische Kapitän,
Apostolos Mangouras, zwei weitere Crewmitglieder und der frühere Chef der Hafenbehörden.

Die Anklage hat 12 Jahre Freiheitsentzug für den Kapitän beantragt. Der Prozess in der Hafenstadt La Coruña wird sich höchstwahrscheinlich über Monate hinziehen. Experten rechnen erst in einem Jahr mit einem Urteil.

Der Öltanker “Prestige” war im November 2002 im Atlantik vor der berüchtigten spanischen “Küste des Todes” in einen Sturm geraten. Es schlug leck, brach nach mehreren Tagen in zwei Teile und sank
auf den Meeresboden.

Umweltschutzorganisationen werfen den Behörden vor, das Ausmaß der Katastrophe noch
vergrößert zu haben, weil die Regierung den Tanker aufs offene Meer statt in einen Hafen schleppen ließ. Doch keiner der damaligen Politiker sitzt auf der Anklagebank.

Rund 50.000 Tonnen Schweröl traten aus. Ölschlamm verseuchte Küsten in Spanien, Portugal und Frankreich. Hunderttausende Seevögel verendeten.

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