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Belgien: Umstrittene Sterbehilfe für taub-blinde Zwillinge

Belgien: Umstrittene Sterbehilfe für taub-blinde Zwillinge
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In Belgien ist nach dem unterstützten Freitod zweier Zwillingsbrüder eine Debatte über die Sterbehilfe entbrannt. Der Fall ereignete sich bereits am 14. Dezember vergangenen Jahres, wurde aber erst jetzt bekannt. Damals gaben Ärzte in Brüssel den 45 Jahre alten Brüdern Marc und Eddy Verbessem die von ihnen gewünschten tödlichen Injektionen. Die Zwillinge waren von Geburt an taub und entschieden sich für die Sterbehilfe, nachdem sie begannen zu erblinden. In Belgien hat jeder Erwachsene ein Recht auf Sterbehilfe, der dies freiwillig und wiederholt wünscht und dem Ärzte bestätigen, dass er an körperlichen oder seelischen Schmerzen leidet, die nicht medizinisch gelindert werden können. Taubheit und Blindheit zählen für viele Belgier aber nicht dazu, entsprechend schwierig war es für die Brüder, Ärzte zu finden. Vor dem gemeinsamen Ende hatten Marc und Eddy ihr gesamtes Leben zusammen verbracht, sie hatten den gleichen Job und bis zuletzt dieselbe Wohnung in dem Ort Putte.

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