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Jordanien wählt trotz Boykott der Islamisten

Jordanien wählt trotz Boykott der Islamisten
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Überschattet vom Boykottaufruf der Islamisten wählt Jordanien heute ein neues Parlament. Von den rund drei Millionen Wahlberechtigten haben sich nur rund 2,3 Millionen für die vorgezogenen Parlamentswahlen registrieren lassen. Die Islamisten sehen sich durch eine Änderung des Wahlrechts benachteiligt. Außerdem fordern sie eine Verfassungsänderung, die dem Parlament mehr
Kompetenzen einräumt.

Die von den Muslimbrüdern gegründete Islamische Aktionsfront ist die wichtigste Partei des Landes. “Wenn nur wenige wählen, wie wir das vorhersehen, dann wird das natürlich Auswirkungen auf die Legitimität des neuen Parlamentes haben”, sagt Scheich Hamseh Mansur von der Aktionsfront.

Es ist das erste Mal, dass die Jordanier seit dem Beginn des Arabischen Frühlings vor zwei Jahren zu den Urnen gerufen werden. Damals war es auch in Jordanien zu einer Reihe von Protesten gekommen.
König Abdullah II. will mit der Wahlen und erweiterten Kompetenzen für das bislang im Wesentlichen beratende Gremium seine Kritiker besänftigen.