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ArcelorMittal will in Belgien 1.300 Jobs streichen

ArcelorMittal will in Belgien 1.300 Jobs streichen
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Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal will in Lüttich, Belgien, rund 1.300 Arbeitsplätze streichen. Das stößt auf scharfen Protest von Regierung und Gewerkschaften.

Die Gewerkschaften riefen kurz nach der Mitteilung des Konzerns mit Sitz in Luxemburg zum Streik im Stahlbassin von Lüttich auf, zunächst bis zum Montag.

“Völliges Unverständnis” äußerte der sozialdemokratische Regierungschef Elio Di Rupo.

Er sagte eine Reise nach Chile ab, um mit
Firmenchef Lakshmi Mittal über die Pläne des Unternehmens in Belgien zu sprechen.

Auf die Frage: “Wie geht es weiter?”

Sagt ein Mittal-Arbeitnehmer:

“Ich weiß es nicht, ich habe keine Ahnung. Und wir sind viele in der gleichen Situation. Wenn wir nichts tun, kommen wir vom Regen in die Traufe. Wenn ArcelorMittal nicht enteignet wird, dann – und das ist kein Geheimnis – ist das eine offene Tür für alle und Mittal erst der Anfang.”

ArcelorMittal hatte angekündigt, wegen schlechter
Auftragslage sieben von insgesamt zwölf Produktionslinien in und um Lüttich zu schließen.

Didier Reynders, belgischer Außenminister:

“Das Vertrauen in Herrn Mittal schwindet. Nach so vielen Versprechungen und so vielen Entscheidungen mit riesiger Tragweite ist es ziemlich schwierig, mit ihm zu diskutieren.”

Die Stahlindustrie leidet weltweit unter Überkapazitäten und Preisverfall.
Die EU ist der weltweit zweitgrößte Stahlproduzent
mit rund 360.000 Beschäftigten.
In Lothringen, Frankreich, sind 600 Arbeitsplätze bei ArcelorMittal in Gefahr.

Mit AFP, Reuters