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Erneut Toter bei Demonstrationen in Kairo

Erneut Toter bei Demonstrationen in Kairo
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Auch nach der Verhängung des Ausnahmezustandes über drei ägyptische Provinzen bleibt die Lage angespannt. In Kairo kam es auch am Montagmorgen wieder zu Ausschreitungen. Dabei wurde eine Person getötet. Die Polizei feuerte Tränengas-Granaten auf die Menge, die mit Steinen warf.

Die Menschen demonstrierten gegen Staatspräsident Mohammed Mursi und die ihn unterstützenden Islamisten. “Präsident Mursi trifft keine Entscheidungen, der oberste Führer der Muslimbruderschaft trifft sie. Der Präsident hat nichts zu sagen”, meint Demonstrant Achmed Machmut.

Nachdem am Wochenende bei Krawallen mehrere Dutzend Menschen getötet und hunderte verletzt worden waren, hatte Staatspräsident Mursi über drei Provinzen am Suez-Kanal den Ausnahmezustand verhängt. Wenn die Nation in Gefahr sei, so Mursi, müsse er harte Maßnahmen ergreifen.

Mit dem Ausnahmezustand ist eine nächtliche Ausgangssperre verbunden. Beides gilt zunächst für 30 Tage. In den betroffenen Provinzen gab es unmittelbar nach Mursis Fernsehansprache erneut Demonstrationen. Aktivisten drohten, die heute Abend (20 Uhr MEZ) erstmals geltende nächtliche Ausgangssperre zu mißachten.

Ägyptens größtes Oppositionsbündnis, die Nationale Heilsfront, lehnte das Angebot von Präsident Mursi zu einem nationalen Dialog zur Beendigung der Krise ab. Die Opposition wirft Mursi vor, die gleichen brutalen Maßnahmen einzusetzen, mit denen der gestürzte langjährige Präsident Musni Hubarak gegen Oppositionelle vorgegangen war.

Ausgelöst wurden die jüngsten Ausschreitungen durch die Todesurteile gegen Anhänger des Fußballklubs Al-Masri aus Port Said. Sie hatten Anhänger eines Kairoer Club nach einem Spiel zu Tode geprügelt.

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