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Unesco will Schaden in Timbuktu beurteilen

Unesco will Schaden in Timbuktu beurteilen
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Wenn Frankreichs Präsident Francois Hollande heute nach Timbuktu kommt, wird er auch die umfassende Zerstörung der wertvollen Kulturgüter in der historischen Stadt zu sehen bekommen. Timbuktu gehört eigentlich zum Weltkulturerbe der Unesco. Die Islamisten haben viele geschützte Monumente zertrümmert oder niedergebrannt, weil sie nicht mit ihrer Auslegung des Islam übereinstimmten.

Wie geht es nun weiter, kann noch etwas gerettet werden? Lazare Eloundou von der Abteilung Afrika des Unesco-Weltkulturerbe-Zentrums meint: “Die Unesco wird eine Expertenmission hierher schicken, um den Schaden zu beurteilen und festzulegen, wo die Prioritäten liegen. Die Unesco wird sich bemühen, mit den Stämmen und Gruppen vorort zusammenzuarbeiten, die diese Kulturschätze jahrhundertelang hüteten.”

In Timbuktu herrschte eine Hochkultur. Viele Gelehrte arbeiteten in der Stadt und schrieben hier ihr Wissen auf. Vieles davon ist nun für immer verschwunden. Islamforscher Sane Chirfi sagt: “Es gab Schriften über Geometrie, Medizin, Geschichte, Erdkunde, auch Märchen wurden aufgeschrieben. Und was ich besonders interessant finde, auch Unterlagen über den Verkauf von Sklaven.”

Einige Schriftstücke haben die Zerstörungswut der Islamisten überlebt, wenn auch angeschlagen…