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"Mugham" verknüpft Tradition und Moderne

"Mugham" verknüpft Tradition und Moderne
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Zur Begegnung mit uralten, exotischen Klängen lädt das Musikfestival “Space of Mugham” in Aserbaidschan. Mugham, so heißt die traditionelle aserbaidschanische Musikform, die 2003 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Auf dem internationalen Festival zeigen Virtuosen wie Alim Qasimov ihr Können. Er gilt als Meister der Improvisation. “Wir haben dieses Konzert auf eine bestimmte Weise vorbereitet und am Ende ganz anders vorgetragen”, sagt Qasimov . “Meine Vorstellung von der Darbietung veränderte sich, als wir auf der Bühne standen, ich hörte auf den Klang unserer Stimmen und auf die Gefühle meiner Seele.”

Die Ursprünge von Mugham liegen in der persischen und arabischen Musik und reichen bis ins Mittelalter zurück. Die Musikform ist zum Teil unter anderen Bezeichnungen in der gesamten Region verbreitet. Jeffrey Werbock stammt aus Armenien und kämpft als Vorsitzender der “Mugham Society of America” für den Erhalt einer Musiktradition mit, wie er meint, kosmischer Tragweite. “Das Universum singt, die Wissenschaftler haben das fälschlicherweise als Big Bang bezeichnet. Der Ausdruck Big Note wäre passender. Alles ist musikalische Vibration und Mugham die irdische Darstellung dieses kosmischen Prinzips.”

Tar, Gaval und Kamandscha heißen die Instrumente. Der musikalische Aufbau ähnle den Mustern traditioneller Knüpfteppiche, sagt die künstlerische Leiterin des Festivals, Franghiz Ali-Zadeh. “Diese Teppiche haben eine ganz markante Struktur, die Mugham auf eine gewisse Weise widerspiegelt.”

Einen besonderen Platz gewährt das Festival der relativ neuen, ebenfalls auf Improvisation basierenden Begegnung zwischen Mugham und Jazz.

Musiker aus 24 anderen Ländern, unter anderem Ägypten, Frankreich, Marokko, dem Iran oder der Türkei sind auf dem Festival zu Gast.

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