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Stimmungsbild aus Zypern

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Zyperns Bankkunden kommen zur Zeit nur eingeschränkt an ihr Geld. Am Automaten können sie pro Tag bis zu 500 Euro abheben. Die Filialen aber sind geschlossen, was besonders älteren Menschen Probleme bereitet, die es gewohnt sich, sich die Rente in bar auszahlen zu lassen. Andreas Polemidiotis, Besitzer eines Textilladens, beklagt das schlechte Geschäft, weil jeder sein Geld zusammenhalte, möglichst wenig kaufe und abwarte. Was die Geldautomaten hergeben werde nur für die unbedingt nötigen Tageseinkäufe genutzt. Auch an den Tankstellen ist nur mäßiger Betrieb. Der Pächter Andreas Yasniss hat nur zwei Sätze für den ausländischen Reporter: “Nächste Woche bekommen Sie das Problem auch in Ihrem Land, wenn die Banken eine Woche lang zu haben. Nach zwei Wochen ist man pleite.”

In den Zeitungen stehen all die Varianten von “Plan B” oder von der Hoffnung auf Geld aus Russland. Der Anwalt Aris Louizos kommentiert das mit der Bemerkung, man sei ja bereit, für die Rettung des Landes sein Scherflein beizutragen, weil sonst alles den Bach ´runtergehen würde. Ein Volk wartet ab und hofft und wird dabei immer ungehaltener, je länger die Politiker die Lösung vor sich her schieben.