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Eilmeldung

NSU-Prozess: Davutoglu wendet sich direkt an Westerwelle

NSU-Prozess: Davutoglu wendet sich direkt an Westerwelle
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Im Streit um die Platzvergabe im Prozess um die rechtsradikale Terrorgruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” hat sich der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu jetzt telefonisch direkt an seinen deutschen Kollegen Guido Westerwelle gewandt. Westerwelle habe Verständnis für das Anliegen geäußert, dass türkische Staats- und Medienvertreter als Beobachter
daran teilnehmen können,
jedoch auf die richterliche Unabhängigkeit verwiesen, hiess es.

Celal Özkan, Nachrichtenenkoordinator der Europaausgabe der türkischen Tageszeitung Hürriyet, meint, es sei schon merkwürdig, wenn die New York Times nicht zugelassen sei. Aber wenn die türkische Berichterstattung behindert werde, sei das unverständlich und unakzeptabel.

Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe
NSU soll am 17. April beginnen. Das Obelandesgericht München hat aber weder für den türkischen Botschafter noch für türkische Medien feste Beobachterplätze im Gerichtssaal garantiert – obwohl acht der zehn NSU-Mordopfer türkische Wurzeln hatten.