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Martin Schulz will Mittelmeerunion neu beleben

Martin Schulz will Mittelmeerunion neu beleben
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Im französischen Marseille wollen an diesem Wochenende die Parlamentspräsidenten der Staaten der Mittelmeerunion zusammenkommen. Die Initiative dazu hatte der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz. Das einstige französische Prestigeprojekt gilt seit Jahren als tot. “Die Herausforderung heute besteht darin, mit islamistischen Parteien zusammenzuarbeiten”, so der Politologe Francois Foret von der Uni Brüssel. “Sowie darin, dass sich diese Parteien mit ihren europäischen Partnern ins Einvernehmen setzen.” Das Projekt des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy scheiterte unter anderem an der Wirtschaftskrise in Europa sowie am arabischen Frühling. Neben Staaten aus Nordafrika und dem Nahen Osten zählten damals mehrere europäische Staaten zur Mittelmeerunion: Kroatien steht inzwischen knapp vor dem offiziellen EU-Beitritt. “Untersuchungen zeigen, dass internationale Institutionen kaum Einfluss nehmen können”, sagt Foret. “Von solchen Treffen ist daher nicht viel zu erwarten.” Enttäuscht davon, dass die Mittelmeerunion auf der Stelle trat, verzichtete der damalige Generalsekretär Ahmed Massade vor etwas mehr als zwei Jahren auf sein Amt.

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