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Athen soll Reparationsansprüche an Deutschland publik machen

Athen soll Reparationsansprüche an Deutschland publik machen
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Was die Regierung in Athen unter Verschluss hält, will die griechische Tageszeigung “To Vima” ans Licht bringen: Den Geheimbericht einer Expertenkommission über mögliche Reparationsforderungen an Deutschland. Die von Spiegel Online zitierten Schlussfolgerungen der Sonntagsausgabe von “To Vima” könnten die griechische Volksseele einmal mehr gegen Deutschland hochkochen lassen.

Konkrete Zahlen nennt das Blatt nicht, hat aber mit dem Chef der Kommission gesprochen. Ergebnis des Berichts sei, dass Griechenland nie Entschädigungen erhalten habe für im Zweiten Weltkrieg erlittene Schäden und für Zwangskredite, die es Nazideutschland geben musste. Die Regierung solle den Bericht veröffentlichen und Stellung beziehen, fordert “To Vima”.

Doch die Regierung hatte vor wenigen Tagen den Bericht als geheim eingestuft. Angesichts des Besuchs von Troika-Vertretern an diesem Wochenende ist das Thema für sie besonders heikel. In ihrem Auftrag hatte die Kommission tausende Archivdokumente durchforstet.

Über die Höhe der möglichen Reparationen kursieren unterschiedliche Zahlen. Die rechtspopulistische Organisation “Unabhängige Griechen” nannte einen Betrag von 162 Milliarden Euro – eine Zahl, die auch der Spiegel zitiert. Die deutsche Regierung sieht die Frage als erledigt an. Reparationsansprüche an Deutschland waren nach dem Krieg mit Verträgen in Paris, London und dem Zwei-Plus-Vier-Abkommen geregelt worden.

Weiterführender Link:
TO BNMA: Reparations study classified “top secret”
(englisch/griechisch)
http://www.tovima.gr/en/article/?aid=505985

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