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Somalia: Über eine Viertelmillion Tote bei Hungersnot von 2011

Somalia: Über eine Viertelmillion Tote bei Hungersnot von 2011
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Mehr als eine Viertelmillion Menschen sind bei der Hungersnot von 2011 in Somalia gestorben. Das besagt ein Bericht der UNO-Ernährungsorganisation FAO und zweier weiterer Einrichtungen. Fast die Hälfte der Toten waren demnach Kinder unter fünf Jahren.

“Es fehlt an Essen, Medizin und sauberem Wasser”, sagt auch jetzt noch ein Mann in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt Mogadischu. “Seit einem Jahr sind keine Lebensmittel ausgeteilt worden. Wir brauchen dringend Hilfe.”

Das Grundübel sei natürlich der fortdauernde Konflikt in Somalia, sagt Daniel Molla von der FSNAU, einer der beteiligten Einrichtungen. Dieser Konflikt befeuere die Krise und behindere gleichzeitig auch die Hilfe, die es schwer habe, rechtzeitig und mit Erfolg anzukommen.

Der Konflikt in dem zerrissenen ostafrikanischen Land führt auch dazu, dass solche Opferzahlen kaum erhoben werden können. Die neue Zahl der Toten ist nun ebenfalls eine Schätzung, der aber lange Nachforschungen vorangingen. Sie liegt weitaus höher als die bisherigen Annahmen.

Die Verfasser des Berichts weisen darauf hin, dass die Hilfe zu Beginn der Hungersnot viel zu langsam anlief. Die Krise hatte schon 2010 begonnen und zog sich bis in das Jahr 2012 hin. Erst auf ihrem Höhepunkt begannen aber nennenswerte Hilfslieferungen.

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