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Antisemitismus in Ungarn: "Null Toleranz" aber nichts Konkretes

Antisemitismus in Ungarn: "Null Toleranz" aber nichts Konkretes
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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat den wachsenden Antisemitismus in seinem Land scharf verurteilt. Vor den Delegierten des in Budapest tagenden Jüdischen Weltkongresses sagte er: Seine Regierung habe null Toleranz gegen den Antisemitismus verkündet. Auf greifbare Maßnahmen, um den Judenhass einzudämmen, ging er jedoch nicht ein.

Zuvor hatte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, Orban aufgefordert, die “dunklen Kräfte” des Antisemitismus aktiv zu bekämpfen. “Lassen sie es mich klar sagen, Frustration, Ärger und Wut nehmen zu”, so Orban. “In dieser Situation muss man deutlich sagen, dass Antisemitismus inakzeptabel ist und nicht toleriert werden kann.”

Der Kongress kritisierte anschließend Orbans Rede, u.a. weil sie nicht auf das Problem der rechtsextremen Jobbik-Partei eingegangen war.
Am Samstag hatten Anhänger der Partei in Budapest demonstriert und antisemitische Parolen gerufen. Seit Orbans Amtsantritt haben die judenfeindlichen Vorfälle in Ungarn deutlich zugenommen.