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Frankreich: Wut auf Hollande

Frankreich: Wut auf Hollande
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Vor einem Jahr haben die Franzosen François Hollande zu ihrem Präsidenten gewählt. Von der Aufbruchstimmung ist nicht mehr viel übrig, der Haussegen hängt schief und Hollande ist mittlerweile unbeliebter als sein Vorgänger Nicolas Sarkozy.

Drei Viertel der Franzosen sind mit seiner Politik unzufrieden. Vertreter der Linkspartei, kommunistische Gewerkschafter und Aktivisten marschierten mit Besen bewaffnet durch Paris. Sie wollen in der Politik gründlich saubermachen. “Hollande hat uns viel versprochen, aber letztlich hat er nur ein Versprechen eingelöst: Die Legalisierung der Homo-Ehe. Das ist erfreulich, aber es gibt noch viel zu tun. Wir fühlen uns verraten,” so ein Demonstrant.

Auch Konservative gingen auf die Straße. Sie protestierten erneut gegen die Homo-Ehe, doch ihr Unmut geht darüber hinaus. Die Rechte schimpft, dass Hollande dringend benötigte Strukturreformen nicht angehe: “Er hat alle Steuern drastisch erhöht und zugleich kein Staatsbudget gekürzt. Er spart nicht. Das ist meiner Ansicht nach ein großer Fehler.”

Steven Ekovich, Professor an der Amerikanischen Universität in Paris, sagte: “Alle Staats- und Regierungschefs in Europa sind mit den gleichen Problemen konfrontiert. Darüber hinaus kommt Hollande nicht bei der Bevölkerung an, er wird als unfähig angesehen. Und er hat große Probleme damit, die verschiedenen Elemente seiner Regierung zu vereinen.”

Bei einer Sitzung im Élysée-Palast forderte Hollande heute von seiner Regierung schnelle Ergebnisse. Absolute Priorität habe die Schaffung von Arbeitsplätzen.