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Talfahrt an den Börsen: "Die Geldpolitik entscheidet hier alles"

Talfahrt an den Börsen: "Die Geldpolitik entscheidet hier alles"
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Halsbrecherische Wende auf den Aktienmärkten: Nach einem Einbruch von mehr sieben Prozent an der japanischen Börse haben die Anleger in Europa ihre jüngsten Gewinne eilig in Sicherheit gebracht. Industriedaten aus China hatten enttäuscht, zudem fürchteten Investoren eine Straffung der ultra-lockeren Geldpolitik in den USA.

“Die Hintertürchen für die Notenbanker
gehen langsam auf”, so die Analystin Sarah Brylewski von Gekko Markets in Frankfurt über den jüngsten Auftritt des US-Notenbankchefs Ben Bernanke im amerikanischen Kongress.

Robert Halver, Baader Bank, Frankfurt:

“Wohl und Wehe der Aktienmärkte hängt zu fast 100 Prozent im Moment an der Geldpolitik. In Amerika scheint man nicht zu wissen, was man will: Mehr Geld reinpumpen oder doch längerfristig rausgehen. Die Märkte sind verunsichert, das heißt die Geldpolitik muss aufpassen, was sie sagt. Die Geldpolitik entscheidet hier alles.”

Der Eurostoxx50 verlor nach den Vorgaben aus Tokio mehr als 2 Prozent, der deutsche Aktienindex Dax, Zürich und Mailand mehr als 2,5 Prozent.

Bernanke hatte die Kurse am Mittwochnachmittag zunächst noch auf Rekordstände getrieben. Dann siegte die Skepsis.

Die US-Notenbank kauft seit einem halben Jahr jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere – Maßstab ist für sie die Arbeitslosenquote in den USA. Die so geschaffene Liquidität soll die Wirtschaft ankurbeln, treibt im Moment aber vor allem die Börsen an.

Mit dpa, Reuters