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Erdogan lenkt ein, Demonstranten misstrauen ihm

Erdogan lenkt ein, Demonstranten misstrauen ihm
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Nach einer weiteren schlaflosen Nacht im Istanbuler Gezi-Park können die dort zeltenden Regierungsgegner erstmals aufatmen. Vorerst wird das Gelände nicht bebaut. Darauf hatten sich Vertreter der Taksim-Plattform und Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in der Nacht geeinigt. Doch vielen kommt dieses Einlenken zu spät. Und: auch wenn Erdogan damit einen ungewohnt kompromissbereiten Kurs einschlägt, will die Taksim-Plattform den Demonstranten die Entscheidung darüber, ob und wann sie ihre Proteste einstellen selbst überlassen. Fest steht, die Regierung will den Beschluss des Gerichts abwarten, das das Bauprojekt zunächst gestoppt hatte. Regierungssprecher Hüseyin Celik hatte nach dem nächtlichen Krisengespräch in Ankara erklärt: “Wir werden nichts unternehmen, bis das Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Selbst wenn das Urteil uns bestätigt und damit den Weg für das Projekt ebnet, wird die Regierung einen Volksentscheid abhalten.” Nach mehr als zwei Wochen der zum Teil mit brutaler Polizeigewalt niedergeschlagenen Proteste, wird das plötzliche Zurückrudern Erdogans skeptisch aufgenommen.

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