Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Zank ums Erbe: Die Marke Nelson Mandela

Zank ums Erbe: Die Marke Nelson Mandela
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Nelson Mandela ist Nationalheiliger, Familienvater – und eine millionenschwere Marke. In der Vilakazi Straße in Soweto, wo der Friedensnobelpreisträger früher lebte, werden zahlreiche Mandela-Souvenirs angeboten. Das Bangen um den Anti-Apartheids-Kämpfer hat die Geschäfte angekurbelt: “Die Menschen kaufen mehr Mandela-Souvenirs. Das ist gut, denn alle sind traurig. Wir verkaufen die Sachen, weil er unser Held, unsere Ikone ist,” so eine Souvenir-Verkäuferin.

Schätzungen zufolge bringt der Name Nelson Mandela jedes Jahr viele Millionen Euro ein. Es gibt den ehemaligen Präsidenten u.a. als Magnetfigur, als Salzstreuer und auf T-Shirts. Seine Familie gründete sogar ein Modelabel, das nach seiner Häftlingsnummer benannt wurde.

Dem Experten Mike Schussler zufolge hat Mandela einen langfristigen Einfluss auf die südafrikanische Wirtschaft: “Nelson Mandela hat den Wert Südafrikas defintiv auch auf lange Sicht erhöht. Das hängt mit seinem Ruf und der Tatsache zusammen, dass wir Frieden haben. Der Frieden hat maßgeblich zu dem wirtschaftlichen Erfolg in unserem Land beigetragen.”

Mandelas Angehörige und Freunde streiten sich bereits jetzt um sein Erbe, sehr zum Missfallen vieler Südafrikaner. Unsere Reporterin Valerie Gauriat fasst zusammen: “Verewigt auf verschiedenen Konsumgütern wird Mandelas Lächeln in den Heimen der Menschen die Erinnerung an ihn wachhalten. Doch neben der Vermarktung seines Rufs hat der Streit um sein Erbe, der immer lauter ausgetragen wird, in Südafrika Entrüstung hervorgerufen. Viele hier fürchten, dass der Ruf des Nationalhelden nach seinem Tod durch den Erbstreit beschädigt werden könnte.”