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Harter Rauswurf für Siemens-Chef - weiche Landung

Harter Rauswurf für Siemens-Chef - weiche Landung
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Nach der zweiten Gewinnwarnung in drei Monaten wird Siemens-Chef Peter Löscher (56)abgelöst. Vor allem die Art und Weise des Rauswurfs ist neu in der deutschen Unternehmenskultur. Der Aufsichtsrat hatte sich am Samstag – nach offenbar hitzigen Debatten – auf die Abwahl geeinigt.

Dann die lapidare Bestätigung: Die Tagesordnung der Sitzung am Mittwoch ist “um die Wahl eines Nachfolgers erweitert.” – vermutlich Finanzvorstand Joe Kaeser.

Was hatte Löscher falschgemacht – immerhin liefe sein Vertrag noch bis 2017. Neben Pannen etwa um vier Umspannwerke in der Nordsee oder die mehrfach verzögerte Auslieferung von 16 neuen ICE-Zügen wird ein strategischer Aufbruch vermisst – aber radikal gespart – in der Ära Löscher fast jede vierte Stelle.

Aufsichtsratschef Gerhard Cromme hatte Löscher 2007 während eines Schmiergeldskandals zu Siemens geholt – als ersten Konzernchef von außen.

Nach Medienberichten dürfte Löschers Ablösung 6,7 Millionen Euro für ausstehende Gehälter und gut 2,2 Millionen Euro für sein Pensionskonto kosten – es soll schon 15 Millionen Euro enthalten.

Das Unternehmen hatte schon im laufenden Jahr das eigene Gewinnziel verfehlt und nun auch für 2014.

Der Wunsch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU): ein Ende der Turbulenzen bei Siemens.

Mit dpa, Reuters