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WikiLeaks-Informant Manning schuldig gesprochen

WikiLeaks-Informant Manning schuldig gesprochen
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Ein US-Militärgericht hat den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning in 19 von 21 Anklagepunkten für schuldig befunden. Richterin Oberst Denise Lind sprach Manning aber von schwerwiegendsten Vorwurf, “Unterstützung des Feindes”, frei. Manning droht nun eine Gefängnisstrafe von 136 Jahren.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange warf der Militärrichterin Extremismus vor. “Das ist die erste Verurteilung eines Informanten wegen Spionage. Das schafft einen gefährlichen Präzedenzfall und ist ein Beispiel für Sicherheitsextremismus. Es ist ein kurzsichtiges Urteil, das nicht nur nicht toleriert werden kann, sondern aufgehoben werden muss”, sagte Assange, der in der ekuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gefunden hat.

Der Obergefreite Manning hatte im Prozess gestanden, als im Irak stationierter Soldat 2010 Hunderttausende geheime Dokumente aus Armeedatenbanken an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergereicht zu haben. Er beteuerte jedoch, dabei keine bösen Absichten gehabt zu haben. Die Beratungen über das Strafmaß sollen am Mittwoch beginnen, es soll voraussichtlich noch im August verkündet werden.