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Obama enttäuscht über Asyl für Snowden

Obama enttäuscht über Asyl für Snowden
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US-Präsident Barack Obama wird trotz des Streits um den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden zum G20-Gipfel nach Russland reisen.

Das kündigte Obama nun in einer amerikanischen Fernsehtalkshow an. Russland hatte Snowden zuvor politisches Aysl gewährt – eine für ihn enttäuschende Entscheidung, so Obama in der Tonight Show. “Natürlich verbindet uns einiges, und wir können doch über vieles sprechen. Aber leider fällt Russland immer wieder zurück in die Denkweise des Kalten Krieges. Ich habe zu Präsident Putin immer wieder gesagt, dass wir nicht in die Vergagenheit, sondern in die Zukunft schauen sollten. Warum sollten nicht auch wir effektiv zusammenarbeiten können?”

Nach seiner Flucht von Hawaii nach Hongkong hatte sich Snowden fast 40 Tage im Transitbereich eines Moskauer Flughafens aufgehalten. Anfang August durfte er schließlich nach Russland einreisen. Sein Aysl gilt vorerst für ein Jahr.

Der Computerexperte hatte zuvor vertrauliche Informationen des US-Geheimdienstes NSA an die Presse weitergegeben. Washington will ihn wegen Geheimnisverrats in den USA vor Gericht stellen und fordert seine Auslieferung.