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385 Personen nach Räumung der Al-Fateh-Moschee verhaftet

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Die ägyptischen Muslimbrüder haben eine ursprünglich für den Sonntagnachmittag geplante Kundgebung auf dem Roxy-Platz in Kairo abgesagt. Die Protestaktion müsse “aus Sicherheitsgründen” ausfallen, teilten sie mit. Auf den Dächern der umliegenden Häuser seien “Schläger und Scharfschützen” gesichtet worden. In den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Angriffe wütender Bürger auf Demonstrationszüge der Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi gegeben.

“Was die Bruderschaft macht ist falsch. Sie haben das Land zerstört. Sie haben sogar die Moschee, die Gott gehört, zerstört. So darf man ein Gotteshaus nicht behandeln. Gott schütze Ägypten, seine Jugend, seine Streitkräfte!” sagt Mohammed Ramadan. Ein anderer Passant meint: “Dieses Blutbad macht mich traurig. Ich verstehe nicht, warum sie Ägypten nicht aus dieser Krise lassen. Ob man nun für oder gegen die Bruderschaft ist, jeder der die Instabilität im Land unterstützt, sollte bestraft werden”.

Polizei und Militär hatten am Samstag die Al Fateh-Moschee am Ramsesplatz in Kairo geräumt. Dort hatten sich mehrere hundert Anhänger des gestürzten Präsidenten Muris vor aufgebrachten Bürgern in Sicherheit gebracht. 385 Moscheebesetzer wurden festgenommen, meldete das Staatsfernsehen. Außerdem seien gestern landesweit 56 führende Mitglieder der Muslimbruderschaft verhaftet worden.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Freitag mehr als 1000 “Elemente der Muslimbruderschaft” festgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur MENA meldete, 250 Anhängern der Bruderschaft drohe eine Anklage wegen Mordes, versuchten Mordes oder Terrorismus.