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Amnesty wirft UN-Mission Versagen im Kosovo vor

Amnesty wirft UN-Mission Versagen im Kosovo vor
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Amnesty International wirft der UN-Mission im Kosovo vor, bei der Aufklärung von hunderten Entführungen und Morden versagt zu haben. In einem an diesem Dienstag veröffentlichten Bericht klagt die Menschenrechtsorganisation, dass die UNMIK unfähig gewesen sei, das Verschwinden von über zweihundert Kosovo-Serben und zahlreichen Kosovo-Albanern während und nach dem Konflikt 1998-1999 aufzuklären und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Dadurch herrsche heute ein Klima der Straffreiheit.

Über 1.000 ungeklärte Fälle habe die UNMIK 2008 ihrer Nachfolgerin, der Eulex-Mission der EU im Kosovo hinterlassen. Amnesty fordert Entschädigungszahlungen für die Angehörigen. Vorwürfen sei nicht nachgegangen oder die Familien nicht über die Ermittlungen informiert worden. Als mögliche Gründe sehen Beobachter Überforderung der UNMIK und Opportunismus gegenüber der kosovoalbanischen Befreiungsorganisation UCK, die nach dem Konflikt die Macht übernahm.