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Russland ermittelt gegen Greenpeace-Aktivisten

Russland ermittelt gegen Greenpeace-Aktivisten
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Die “Arctic Sunrise” friedlich im Hafen von Murmansk. Nur das blaue Boot der russische Küstenwache daneben weist auf die Turbulenzen hin, die das Greenpeace-Schiff und seine 30-köpfige Besatzung hinter sich haben. Nachdem russische Sicherheitskräfte die Umweltschützer festgenommen hatten, ermittelt nun die Justiz des Landes wegen bandenmäßiger Piraterie gegen sie.

Wladimir Markin, Sprecher der russsischen Ermittlungsbehörde: “Wenn ein ausländisches Schiff voll elektronischer Ausstattung ankommt, dessen Besatzung sich als Umweltschützer ausgibt und die versucht, eine Bohrplattform zu stürmen, dann bestehen berechtigte Zweifel an deren Absichten.”

Greenpeace-Aktivisten demonstrierten für die Freilassung der Verhafteten. Die kommen aus 18 Ländern, Deutsche sollen nicht unter ihnen sein.

Jewgenia Beljakowa von Greenpeace in Russland: “Greenpeace Aktivisten vom Schiff “Arctic Sunrise” haben gefordert, die gefährlichen Bohrungen im Schelfeis zu stoppen. Die Aktion war friedlich und gewaltfrei. Wir hoffen, die Behörden werden verstehen, dass sie falsch gehandelt haben, dass die Festnahme illegal war und dass sie die Aktivisten bald freilassen werden.”

Die Greenpeace-Aktivisten hatten im Nordpolarmeer gegen geplante Ölbohrungen von Gazprom in der Arktis protestiert, dort wurden sie von der russischen Marine aufgebracht. Die Aktivisten sagen, sie hätten sich in internationalen Gewässern aufgehalten. Russland sieht das anders. Den Umweltschützern drohen nun harte Strafen, auf Piraterie stehen in Russland bis zu 15 Jahre Haft.

Extras

Mitteilung von Greenpeace – englisch
Twitter-Konto der Arctic Sunrise
Mitteilung der Ermittler – russisch