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Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen türkische Polizei

Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen türkische Polizei
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat schwere Vorwürfe gegen die türkischen Sicherheitskräfte erhoben. Bei dem Versuch die Proteste im Gezi-Park zu zerschlagen, sei es zu einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen gekommen, hieß es.

Andrew Gardner von Amnesty International erklärte: “8.000 Menschen wurden während der Demonstrationen verletzt. Eine türkische Menschenrechtsorganisation erzählte uns, dass von den Betroffenen, die die Organisation aufsuchten, 60 Prozent der Verletzungen auf Plastikgeschosse zurückzuführen sind. Es ist offensichtlich, dass die Polizei Tränengas-Kapseln als Waffe genutzt und Tränengas nicht so eingesetzt hat, wofür es eigentlich vorgesehen ist.”

Die Organisation forderte die Verantwortlichen für die Gewaltexzesse vor Gericht zu stellen. Mindestens vier Menschen starben während der Proteste im Juni und Juli. Viele der Verletzten werden lebenslang mit den Folgen des Polizeieinsatzes leben müssen, so auch die 23-Jährige Hülya Arslan. Sie wurde von einem Plastikgeschoss getroffen und verlor ein Auge. “Es war wie im Horrorfilm. Mein ganzes Gesicht war blutverschmiert. Als ich getroffen wurde, bekam ich keine Luft mehr. Mir lief Blut aus Mund, Nase und Ohren.”

Auslöser der Protestwelle waren die Pläne der Regierung, den Gezi-Park am Rande des Taksim-Platz zu bebauen.