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Widerstand gegen Alitalia-Rettungspaket

Widerstand gegen Alitalia-Rettungspaket
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Bei Alitalia haben die Aktionäre dem geplanten Rettungspaket für die kriselnde Fluggesellschaft
zugestimmt. Frisches Geld – eine Kapitalerhöhung
von 300 Millionen Euro und frische Kredite über 200 Millionen Euro – soll von der staatlichen Post und zwei italienischen Banken kommen.

Der größte Alitalia-Aktionär Air France-KLM (25 Prozent) hat zwar zugestimmt. Aber er hält sich mit Unterstützung zurück: Insidern zufolge will die französisch-niederländische Fluglinie kein zusätzliches Geld in den italienischen Partner pumpen.

Widerstand kommt aus London. Der Mutterkonzern von British Airways läuft Sturm gegen die Staatshilfe und fordert ein Einschreiten der EU-Kommission.

“Wir rufen die EU-Kommission auf, vorläufige Schritte einzuleiten, um die offenkundig illegale Staatshilfe zu verhindern”, so der Mutterkonzern von
British Airways und Iberia, die International Airlines Group (IAG). Der Einstieg der Post, den Italiens Regierungschef Enrico Letta mit betrieben hatte, sei protektionistisch und untergrabe den Wettbewerb.

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte,
seine Behörde könne die Maßnahmen erst mit Unterlagen der italienischen Behörden beurteilen.

Alitalia braucht dringend frisches Geld, um die Zahlungsunfõhigkeit abzuwenden. Laut italienischer Zivilluftfahrtbehörde Enac lief sie schon vergangene Woche Gefahr, den Betrieb ihrer 140 Flugzeuge in Kürze einstellen zu müssen. Rund 14.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

su mit dpa