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Stinkefinger für den tschechischen Präsidenten

Stinkefinger für den tschechischen Präsidenten
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Seit Montagmorgen treibt auf der Prager Moldau ein überlebensgroßer, violetter Stinkefinger. Er zeigt in Richtung der Prager Burg, dem Amtssitz des Präsidenten Miloš Zeman. Aktionskünstler David Černý drückt so wenige Tage vor den Wahlen seinen Unmut über die tschechische Linke aus.

Die Geste ruft gespaltene Reaktionen hervor:

“Die Skulptur von David Černý will provozieren. Junge Menschen mögen den Künstler sehr, dieses Kunstwerk stellt ganz genau das dar, was junge Menschen denken.”

“Ich mag es nicht. Jeder kennt dieses abschätzige Symbol. Dass es auf das Schloss und den Präsidenten zeigt, macht es nur schlimmer. So etwas sollte man nicht tun.”

“Seinen Beitrag zur vorgezogenen Parlamentswahl”, nennt der Antikommunist David Černý seine Skulptur. Er gilt als Sympathisant der tschechischen Rechtsparteien:

“In dem Kunstwerk geht es um “Schlosspolitik”: Die Politiker wollen eine neue Regierung, in der Kommunisten toleriert werden. Ich, und hoffentlich auch viele andere, finden das schamlos und schrecklich.”

Tschechiens Präsident Miloš Zeman ist zurzeit noch in der Ukraine. Zu dem Kunstwerk hat er sich bisher noch nicht geäußert. Am Freitag und Samstag wählen die Tschechen ein neues Abgeordnetenhaus.

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