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Mursi-Prozess vertagt

Mursi-Prozess vertagt
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Wegen Protesten der Angeklagten und Handgreiflichkeiten zwischen Verteidigern und Prozessbeobachtern hat das Gericht den Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohamed Mursi nun auf Anfang kommenden Jahres vertagt.

Mursi und 14 Spitzenfunktionäre der Muslimbrüder müssen sich wegen der Tötung von Demonstranten verantworten. Sollten sie verurteilt werden, droht ihnen die Todesstrafe oder lebenslängliche Haft.

Der Neffe des entmachteten Präsidenten sagt: “Dieser Prozess ist ein Showprozess. Ein Versuch der Militärregierung, dem ägyptischen Volk etwas vorzumachen. Wenn es ein echter und fairer Prozess wäre, würde er im Fernsehen übertragen werden. Das Volk weiss nicht einmal, was Präsident Mursi vorgeworfen wird.”

Im Juli war Mursi vom Militär gestürzt worden. Wo er seither gefangen gehalten wird, ist unklar. Offizielle Quellen sprechen sowohl von Gefängnissen in Kairo als auch in Alexandria.

Der Prozessauftakt war von enormen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Militär und Polizei sperrten die Zugänge zum Verhandlungsort weiträumig ab.

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