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Albanien sagt "Nein" zu Chemiewaffen-Vernichtung

Albanien sagt "Nein" zu Chemiewaffen-Vernichtung
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Albanien hat die Vernichtung chemischer Waffen aus Syrien abgelehnt und damit den internationalen Abrüstungsplan verzögert. Die Regierung in Tirana reagierte offensichtlich auf die tagelangen Proteste im ganzen Land. Zuvor hatte die Opposition im Parlament eine Volksabstimmung beantragt. Albanien war ins Gespräch gekommen, weil es 2007 seine C-Waffenbestände aus früheren, kommunistischen Zeiten zerstört hatte.
“Aus Verantwortung für Albanien und mit dem größten Respekt vor unseren Freunden und Partnern habe ich diese Entscheidung getroffen, “ sagte Premierminister Edi Rama, “es ist unmöglich für Albanien, sich an dieser Operation zu beteiligen.”
Ramas Rede wurde im Fernsehen übertragen und von Tausenden Demonstranten in Tirana beklatscht. Die Albaner fürchten, dass ihr Land der Aufgabe nicht gewachsen ist und weder die nötigen Kapazitäten noch die erforderliche Infrastruktur hat. Auch bekannte Künstler des Landes sowie die katholischen Bischöfe hatten sich dem Widerstand angeschlossen.
Die rund 1000 Tonnen Kmpfstoffe aus Syriens sollen nach einer Entscheidung der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen bis zum Frühjahr 2014 außer Landes transportiert und dann vernichtet werden. Nach der Ablehnung Albaniens ist aber unklar, in welchem Land dies geschehen soll.