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"Utopia" - Die Diskriminierung der Aborigenes geht weiter

"Utopia" - Die Diskriminierung der Aborigenes geht weiter
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Dreißig Jahre nach seinem ersten, erschütternden Bericht über die Situation der Aborignes, zieht der renommierte Journalist und Dokumentarfilmer John Pilger erneut Bilanz in “Utopia”. Die australische Urbevölkerung lebe nach vor wie in extremer Armut, werde systematisch ausgegrenzt und diskriminiert, lautet sein Fazit.

John Pilger: “Wie kann es sein, dass Menschen in einem der reichsten Länder der Erde unter Bedingungen leben, die man für gewöhnlich mit Afrika oder Indien in Verbindung bringt. Warum sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten, während gleich nebenan weiße Kinder wie in jeder anderen Industriegesellschaft aufwachsen? Warum diese Ungleichheit – und warum spricht niemand darüber?”

Die Haltung der weißen Mehrheit den Ureinwohnern gegenüber habe sich seit den Zeiten der Zwangansiedlung im Grunde nicht gewandelt, klagt Pilger an. Die Nachkommen der sogenannten gestohlenen Generation leben in nach wie vor Elendsvierteln, werden als alkoholsüchtig und asozial abgestempelt und von den Behörden schikaniert.

John Pilger: “In den meisten australischen Medien werden die Ureinwohner schablonenhaft als Trinker dargestellt, denen nicht mehr zu helfen sei. Die Lage ist durchaus nicht hoffnungslos. Einige grundlegende Probleme könnten quasi über Nacht geregelt werden, die Versorgung der verarmten Kinder und Familien in abgelegenen Gemeinden zum Beispiel.”

“Utopia” ist gerade in den britischen Kinos angelaufen, die Dokumentation erscheint im Dezember auf DVD. Der Film wird im Januar unter anderem in Sydneys Museum of Contemporary Arts vorgestellt.

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